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J. Paul Holmes: Versuch einer Wahrheitsmetaphysik

J. Paul Holmes

Versuch einer Wahrheitsmetaphysik

Ein Dreizack der Grundbegriffe Wahrheit, Freiheit, Sinn

Die Wahrheitsmetaphysik ist die höchste Wissenschaft, denn es werden ihr keine Grenzen gesetzt. Der Wahrheitsmetaphysiker lehnt sich aus dem bekannten und messbaren Kosmos heraus und erkundigt sich nach dem Unerkennbaren. Dabei bedient er sich zwangsläufig wie im Indizienprozess heuristischer Methoden. Mit Erfahrung und Eingebung erreicht er ein Urteil unter Anwendung der Vernunft. Wir leben in einer wissenschaftlich weit entwickelten Welt, sodass der Philosoph die Detailarbeit der Naturwissenschaften und das Handwerk der Geisteswissenschaften anderen überlassen darf. Die angewandten Natur- und Geisteswissenschaften erzielen Forschungs- bzw. Kreativergebnisse, auf die sich der Metaphysiker unter Anwendung der Urteilskraft verlassen kann. So bilden die Spezialwissenschaften für Metaphysik ein Fundament. Im Gegensatz etwa zur Theologie bindet die Wahrheitsmetaphysik sich nicht an eine gegebene Offenbarung, sie darf sich nicht einmal binden. Die Wahrheit ist eine apophatische Größe, sie existiert im Unerkennbaren.

  • broschiert: 196 Seiten
    Format: 21 x 14,8
    ISBN 978-3-8316-2258-0
    Erschienen: 21.05.2021

    17,95 €

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Über den Autor

Zum Autor: Geburt: 05.04.1956, Melton Mowbray (England); Abitur dank Ratcliffe College, Leicester, Studium an der Universität Oxford-St. Edmund Hall, Abschluss MA (Hons.): Germanistik und Philosophie. Berufsweg als technischer Sachverständiger, Bauökonomie; in der Freizeit Life Member der Eckhart Society, Großbritannien, sowie Mitglied Meister-Eckhart-Gesellschaft, Deutschland.

Die Philosophie verstand Oxford als Dienerin der Naturwissenschaften. Dort lautete die Fragestellung: Was ist stringentes (geradezu: algebraisches) Denken? Wie lässt sich unsere Wirklichkeit anhand der Logik deuten? Das ist um ein Vielfaches zu wenig. Mit dem stringenten Denken kann man keinen Gott, keine Schönheit, keine Kreativität, keine Kunst und gemäß A. J. Ayer nicht einmal eine Ethik begründen (in philosophisch-analytischen Kreisen nennt sich das Nonkognitivismus): Die Menschen seien Rechner, die untereinander Schnittstellen aufleuchten lassen. Wie in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Paavo Pylkkänen und David Bohm diesbezüglich und konsterniert feststellen mussten, wäre es allmählich an der Zeit, den Sinn zu suchen (The Search for Meaning, Wellingborough, 1989). Dort ist die Frage richtig gestellt: Die Metaphysik muss unbedingt weltlicher werden als die Sprachphilosophie! Sie muss relevanter werden in dem Sinne, dass sie die Welt erklärt, für die Menschen eingängig macht. Es reicht nicht aus, lediglich Argumente zu ergründen, vielmehr gilt es, den Sinn zu entbergen, dann ergründet sich das Leben selbst. Über die Sprache allein erschließt der Mensch mitnichten seine Existenz. Das zu erklären, ist Aufgabe der Metaphysik. Deswegen will sie den Menschen, nicht nur den Wissenschaften, zur Hand gehen.

So entstand die Wahrheitsmetaphysik.

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