Peter Geißler
Wenn Einfühlung zu viel wird. Warum Kinder mehr Orientierung brauchen, als wir denken
Eltern wollen heute vieles besser machen. Sie hören zu, begleiten Gefühle, bemühen sich um Einfühlung und Nähe. Kinder werden gesehen, ernst genommen, verstanden – und doch zeigt sich im Alltag vieler Familien ein leises Paradox: Gerade dort, wo Erwachsene besonders feinfühlig sind, wirken Kinder oft unsicherer, abhängiger oder schwerer zu beruhigen.
Was ist da los?
Ausgehend von seiner langjährigen Erfahrung als Psychotherapeut und aus persönlichen Beobachtungen als Großvater geht der Autor einer einfachen, aber irritierenden Frage nach: Kann es sein, dass wir – in dem ehrlichen Wunsch, es besonders gut zu machen – etwas übersehen?
Dieses Buch stellt eine behutsame, aber klare These zur Diskussion: Kinder brauchen nicht weniger Beziehung, sondern mehr Orientierung. Nicht jedes Gefühl muss gespiegelt, erklärt oder begleitet werden. Oft brauchen Kinder etwas anderes – ein Gegenüber, das ruhig bleibt, das den Moment hält und eine Richtung gibt.
Ohne Schuldzuweisungen, ohne einfache Rezepte und ohne pädagogische Dogmen lädt dieses Buch dazu ein, den Blick leicht zu verschieben: weg vom ständigen Verstehen hin zu einer Haltung, die trägt.
Ein kluges, erfahrungsnahes Plädoyer für mehr Vertrauen, mehr Klarheit – und ein anderes Maß an Einfühlung.
-
broschiert: 80 Seiten Format: 19 x 12,5 ISBN 978-3-8316-2532-1 Erschienen: 14.09.2026 18,99 €
Literareon