Literareon

Nachlese zur Frankfurter Buchmesse 2015

IMG 9672 ergebnisVom 14. bis 18. Oktober 2015 strömten rund 276.000 Besucher in die Hallen der Frankfurter Buchmesse. Wir von Literareon waren wieder mit einem Stand vertreten und stellten unseren Autorenservice und unsere Neuerscheinungen vor. Und auch dieses Jahr haben wieder zahlreiche Besucher ihren Weg zu uns gefunden. Interessenten, die uns ihr Manuskript zur Begutachtung vorbei brachten oder sich über unsere Bücher und Dienstleistungen informieren wollten, aber auch altbekannte Autoren, die schon mit uns zusammengearbeitet haben und viele andere interessante Persönlichkeiten. Nun ist die Messe beendet, die Stände sind abgebaut und die Bücher gut verpackt, es bleibt nicht viel mehr zurück als die Erinnerung an fünf schöne und gut besuchte Tage und die Erfahrungen die wir mitnahmen, von den vielen interessanten Menschen, die wir dort getroffen oder ihre Bücher präsentiert haben.

2015 10 15 12.24.37Flaschenpost aus der Steinzeit

Einer dieser Menschen ist Wolfgang von Dziegielewski. 2014 veröffentlichte er bei Literareon seinen ersten Roman »Ruf der Steinzeit«. Er ist außerdem einer der erfolgreichsten Teilnehmer unseres Kurzgeschichtenwettbewerbs. Schon zum dritten Mal ist er mit einer seiner Geschichten in einem Gewinnerband vertreten, diesmal hat er es sogar unter die ersten drei geschafft. Mit seiner Erzählung »Flaschenpost« gewann er den 2.Platz des diesjährigen Wettbewerbs mit dem Motto »Ferien«.

Wir veröffentlichen jeden Freitag einen Text aus dem Gewinnerband hier auf unserer Website. Die Wettbewerbs-Anthologie »Ferien« ist ab Ende Oktober im Buchhandel erhältlich.

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Stetes Kommen und Gehen

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Autorin Helga Mandel

Helga Mandel besuchte uns dieses Jahr ebenfalls an unserem Stand auf der Frankfurter Buchmesse, um ihren 2014 erschienenen Mystery-Thriller »Der schwarze Bote« zu präsentieren. Ein spannender Roman über eine junge Frau, welche die Begabung hat, den Tod vorauszusagen. Derzeit schreibt Helga Mandel an einer Fortsetzung ihres Erfolgsromans mit dem Titel »Der weiße Bote«.

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Dr. Reinhard Pietsch an unserem Stand in Frankfurt

Reinhard Pietsch gab 2014 das Buch »Der letzte Tag der Menschheit« in Zusammenarbeit mit David Boller heraus.

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Die beiden haben aus Karl Kraus’ Gesellschaftsroman ein Graphic Novel gemacht. Das aus fast 200 Szenen umfassende Werk wurde nicht komplett aufgegriffen. Das wäre auch eine schier unmögliche Aufgabe gewesen. Sie verwendeten nur die wichtigsten Szenen. David Boller illustrierte diese und im Anschluss daran wurden die Originaltexte behutsam angepasst. Karl Kraus erweist sich dabei auf erschreckende Weise hochaktuell.

2015 10 17 10.18.53Auch Christine Matouscheks Bücher waren auf der Messe vertreten. 2005 erschien das erste von insgesamt vier Büchern ihrer Frontal-Reihe. Mit ihrem literarischen Satire-Quartett hat die gelernte Bankkauffrau den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen. Kurz und knapp schafft sie es, auf ihre gnadenlos unverblümte, lästernde und doch herzliche und humoristische Art den Leser mit ihren Alltagsbeobachtungen zu konfrontieren. Die Situationen, die sie beschreibt haben wir alle schon einmal so oder so ähnlich erlebt. Sie überlässt es dem Leser, ob er darüber lachen oder sich ärgern will.

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Gerhard Kalweit (r.) mit Herbert Utz

Gerhard Kalweit, ein charismatischer Autor des Verlags, nutzte die Zeit auf der Frankfurter Buchmesse um in einen regen Austausch mit uns zu treten. Im April 2015 erschien seine Autobiografie »Die Jagd nach dem goldenen Kalb in Sozialismus und Kapitalismus«. Ein fantastisch geschriebenes Buch, das den Leser in die Zeit des Nachkriegsdeutschlands einlädt und am Leben von Gerhard Kalweit teilhaben lässt.

Ehrengast Indonesien

Der Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse war Indonesien. Unter dem Titel 17.000 Inseln der Imagination präsentierte der viertgrößte Staat der Welt seine Literatur und Kultur. Die Gäste wurden in dem geschmückten Pavillon von traditionell-indonesisch gekleideten Menschen empfangen und mitgenommen auf eine Reise eindrucksvoller Vielfalt. Hier konnte man sich von Insel zu Insel treiben lassen und Indonesien mit all seinen Sinnen erfahren. Die sieben Inseln, in die der Pavillon aufgeteilt war, hatten alle ein unterschiedliches Thema inne, auf das sogar die Farben und Materialien abgestimmt waren. So ergab sich ein atemberaubendes Gesamtbild, das die Besucher in seinen Bann zog. Über Kunst, Musik und Literatur bis hin zur Verkostung indonesischer Köstlichkeiten und der Aufführung eines Schattentheaters, zeigte sich Indonesien von einer überaus mannigfaltigen Seite.

Insgesamt 75 indonesische Autoren und Autorinnen sind nach Frankfurt gekommen um die Neuerscheinungen ihrer Werke in deutscher Sprache zu präsentieren. Es sind insgesamt 142 deutschsprachige Neuerscheinungen mit den unterschiedlichsten Themen rund um Indonesien: Kochbücher, Reiseführer, Kinderbücher, Bücher über Politik, Kunst und Kultur, Religion u.v.m. Auch der ehemalige indonesische Staatspräsident Bacharuddin Jusuf Habibie war zugegen und stellte seine neue, englischsprachige Autobiografie vor. Im Herbert Utz Verlag erschien sein Buch »517 Tage. Indonesien: Geburt einer Demokratie«. In dem er aus persönlicher Sicht und mit der Unterlegung zahlreicher Originaldokumente einen detaillierten Bericht über den Machtübergang in einem multikulturellen und multireligiösen Land schreibt.

Die traditionelle Übergabe der „GastRolle“, ein speziell für die Frankfurter Buchmesse entworfenes Kunstobjekt, an den Ehregast 2016 (Flandern & die Niederlande) war ein denkwürdiger Abschluss der 67. Frankfurter Buchmesse. Wir dürfen jetzt schon gespannt sein auf die kommende Messe 2016 – auf der auch wir sie wieder begrüßen dürfen.