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Das Zufallsgedicht:

Die Heimat ist weit.

von Martina Neumann

(Aus: Die Literareon Lyrik-Bibliothek – Band 13)

Samtweicher Sand rinnt durch die Finger.
Die Ostsee ist stürmisch,
Wellen mit unbändiger Kraft
spülen den kostbaren Bernstein an Land.
War dies noch Heimat?

Dichte Wälder, endlose Strände,
ländliche Stille – Pommern!
Sehnsucht erfüllt mein Herz.

Bunte Kopftücher beleben den Strand,
getragen von jungen, hübschen Mädchen,
deren Fröhlichkeit ansteckend wirkt.
Dazu Kinderlachen und polnisches Stimmengewirr.

Der Himmel ist klar und die Sonne streichelt
wärmend die Haut, Spazierengehen am Strand.
Ein prächtiges Schloss ragt
aus der Dünenlandschaft hervor.

Unerschütterlich wie ein Fels schaut es
auf Land und Leute herab,
blickt auf Kindheit und Jugend zurück,
auf Heimat.

Doch die Heimat ist weit!

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