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Die Literareon Lyrik-Bibliothek – Band 10

Hoffnung

von P. Achim Tettschlag

Niemand weiß,
dass nach langer Wartezeit
ein Brief
von dir
aus weiter Ferne
meine Einsamkeit
für Stunden hat vertrieben.

Alle glauben,
dass ich glücklich sei,
wenn ich
durch die Straßen gehe
und lächle …

Alle glauben,
dass ich sorglos sei,
wenn ich
die Gitarre nehme
und singe …

Alle glauben,
dass ich verträumt sei,
wenn ich
abends im Park sitze
und sinne …

Seit wir uns gesehen,
tritt täglich mir
dein Bild vor Augen …
Und jeder Brief,
der mich von dir erreicht,
erweckt erneut in mir die Hoffnung,
dass wir uns wiederseh’n …

Als gelernter Industriekaufmann und Diplom-Staatswissenschaftler i. R. war P. Achim Tettschlag 35 Jahre lang in mittleren Leitungsfunktionen in Politik und Wirtschaft tätig. Dennoch, geprägt von seinem Großvater und einer Deutsch­lehrerin in den ersten Schuljahren, beschäftigt er sich bis heute mit der deutschen Sprache. Er ist heute sein eigener Chef in einem Denk- und Schreiblabor.

Aus: Die Literareon Lyrik-Bibliothek – Band 10