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Reinhold Ferrari: Fremdenangst und Rassismus überwinden durch Bildung und Aufklärung

Reinhold Ferrari

Fremdenangst und Rassismus überwinden durch Bildung und Aufklärung

Vom jüdischen, christlichen, muslimischen Jesus zum Humanismus, vom Gottesdienst zum Menschendienst

Gerade in jüngster Zeit wird der politische Diskurs von einer Angst vor dem Anderen dominiert: Angst vor einer »Islamisierung des Abendlandes«, Angst vor Überfremdung, vor dem Verlust der eigenen Identität, aber auch Angst vor einem Wiedererstarken rechten Gedankenguts. Dabei nehmen Schuldzuschreibungen an verschiedenste Personen, Gruppen und Kulturen einen ebenso hohen Stellenwert ein wie die Berufung auf traditionelle Werte und Normen, die es angeblich zu schützen und zu bewahren gilt. In seinem Werk »Fremdenangst und Rassismus überwinden durch Bildung und Aufklärung« nimmt der Psychoanalytiker und Humanist Reinhold Ferrari die Denkmuster und Narrative, auf die wir in unserer Angst immer wieder zurückgreifen, unter die Lupe und weist durch luzide Quellenanalysen Brüche und Irrationalitäten in den Gottesbildern der monotheistischen Religionen nach, die immer wieder als Nährboden für gewaltsame Auseinandersetzungen dienen. Sein Vorschlag für ein friedliches globales Miteinander lautet: »Menschendienste statt Gottesdienste, Humanismus statt Theologie, Kooperation statt Egoismen und Nächstenliebe statt Ausgrenzung.«

  • Hardcover: 280 Seiten
    Format: 21 x 14,8
    ISBN 978-3-8316-2305-1
    Erschienen: 04.10.2021

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Über den Autor

Dr. med. Reinhold Ferrari studierte Theologie, Medizin, Psychologie und Sport in Marburg, Poitiers (Frankreich) und Tübingen. Seit über 50 Jahren glücklich verheiratet mit der Studienrätin und Arzthelferin Ingrid Ferrari, geb. Kaiser, mit der er vier Kinder hat, von denen drei ebenfalls Mediziner sind, eines ist Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin.
Er ist Internist, Psychotherapeut und Sportmediziner. Er war ehemals Mitglied der Landesärztekammer, seit 2002 ist er im Ruhestand. Seither ist er schriftstellerisch tätig, wodurch er hofft, seine Lebenserfahrungen vermitteln zu können. Er beschäftigte sich intensiv lebenslang mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Er arbeitete unter anderem in einer Neurologie, einer Neurochirurgie und zwei Psychiatrien, absolvierte eine Selbsterfahrung und war über zehn Jahre in einer Balintgruppe, um Selbsterkenntnis zu gewinnen.
Der Autor war bis etwa zu seinem 50. Lebensjahr ein gläubiger Christ. Als Student famulierte er wiederholt in der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Er war im Kuratorium der Diakonie und in der Kreis- und Landessynode der evangelischen Kirche tätig, sodass er die Glaubensvorstellungen und die damit zusammenhängenden Voreingenommenheiten aus eigener Erfahrung kennt. Fast jeder Mensch kann problemlos erkennen, dass alle anderen Gottesvorstellungen menschliche Phantasiegebilde sind; nur den Gott, an den er zufälligerweise selbst glaubt, hält er für den einzig wahren. Durch Selbsterfahrung und wissenschaftliche Erkenntnisse konnte er sich schließlich von den Glaubensvorstellungen seiner Eltern, die beide Lehrer(in) waren, befreien. Durch diesen doppelten Blickwinkel als ehemals gläubiger Christ einerseits und als analytischer Psychotherapeut andererseits erhält sein Werk eine übergreifende, auf Wahrhaftigkeit beruhende Aussage. Möglicherweise ist diese ehrliche, auf Selbsterkenntnis aufbauende Erfahrung für streng gläubige Menschen zunächst schwer nachvollziehbar, aber bei ruhiger Überlegung wird Jesu Forderung: »Nächstenliebe (Menschendienst) will ich und keine Gottesopfer« (Hosea 6,6) auch für Gläubige annehmbar sein.

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